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Licht

  • hervorragende optische Eigenschaften
  • kompakt
  • robuste und hochwertige Fassung
  • schneller Ultraschall AF
  • manuelles Eingreifen in AF möglich
  • abnehmbare Stativschelle
  • konvertertauglich


Schatten

Es gibt einfach nichts zu meckern!

Sigma 150mm 1:2,8 APO MACRO DG HSM D

01 2009

Bis jetzt hab ich bei Tier- und Pflanzenmakros das 3,5/180mm Sigma bevorzugt, und ich war mit den Bildergebnissen eigentlich immer höchst zufrieden. Seit es aber von Sigma auch das 2,8/150mm gibt, habe ich allerdings immer wieder überlegt, auf dieses umzusteigen, da es etwas kompakter und obendrein etwas lichtstärker ist. Bei einem gut erhaltenen Gebrauchtobjektiv hab ich dann schließlich nicht widerstehen können.


In der Praxis:

Es ist ebenso wie das 3,5/180mm eine solide Konstruktion und sauber verarbeitet, unwesentlich leichter aber doch deutlich kürzer als das 3,5/180mm, wodurch jetzt etwas mehr Platz im Fotorucksack bleibt. Der Fokussierring läuft geschmeidig und macht dadurch manuelles Scharfstellen zum Vergnügen. Dank HSM ist der AF außerordentlich schnell und findet zügig die Schärfe. Die Sonnenblende ist gut konstruiert und verhindert sehr gut störende Reflexe.

Erfreulicherweise wurde auch dieses Objektiv mit einer abnehmbaren Stativschelle ausgestattet. Diese ist für mich ein wichtiges Ausstattungsmerkmal, denn bei der Bildkomposition kann man bequem den Ausschnitt einrichten bzw. vom Quer – ins Hochformat wechseln, ohne dass das Motiv dabei aus dem Sucher wandert. Der Unterschied von 150mm und 180mm ist in der Praxis vernachlässigbar, und durch die geringfügig höhere Lichtstärke ist auch das Freistellpotential etwa gleich. Dadurch, dass ich sowohl FX- als auch das DX-Gehäuse habe, kann ich mich gut an die Aufnahmesituationen anpassen. Bei scheuem Kleingetier werde ich eher die D300 einsetzen, bei Pflanzenmakros eher die D700.

Sind trotz allem die 150mm zu wenig, lässt sich auch noch sehr gut mit dem 1,4x Konverter arbeiten. Schade nur, dass sich nicht wie beim 3,5/180mm auch der TC14 mit abgefeilter Nase aufsetzen lässt. Da benötigt man eben einen zusätzlichen Konverter.


Bildqualität:

Es ist zwar kaum zu glauben, aber es ist in der Abbildungsleistung sogar noch einen Hauch besser als das 3,5/180mm. Schon bei f2,8 liefert das Objektiv sehr gute Auflösung und Kontrast, ab f4 kann man von Spitzenwerten sprechen. Den Zenit erreicht es bei f8, weiter abgeblendet lässt die Schärfe wieder geringfügig nach, aber selbst bei f22 ist trotz Beugungsfehler die Abbildungsleistung noch überaus gut. Schwächen sind mir keine aufgefallen, weder Farbfehler noch eine Reflexanfälligkeit. Bedingt durch das hohe Auflösungsvermögen macht auch der Einsatz eines 1,4x Konverters noch Sinn.


Hier einige Beispielbilder:


Fazit:

Mit dem 2,8/150mm ist es Sigma gelungen, sogar das hauseigene 3,5/180mm zu übertrumpfen. Für mich zählen vor allem die kompakteren Ausmaße und die etwas höhere Lichtstärke. Es hat eigentlich keine echten Schwachstellen, allenfalls der fehlende Blendenring ist ein kleiner Wermutstropfen für Fotografen, die diese Linse auch gerne auf eine ältere analoge Nikon schrauben möchten. Die Abbildungsleistung ist traumhaft und die Handhabung dank solider Konstruktion, Stativschelle und HSM eine wahre Freude.